Definition Low Potentials

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goldenes Herz für Low PotentialsEines – das Wichtigste – gleich vorweg:

Low Potentials sind KEINE geringer fähigen Menschen als die allseits gefragten High Potentials. 

Ganz im Gegenteil sind es (ebenso) Menschen mit Intelligenz, vielseitigen Fähigkeiten und dem Herzen am mittigen Fleck.

Vielleicht

  • … hatten sie bisher nicht die besten Chancen. Das kann aufgrund ungünstiger sozialer Umstände ihrer Herkunft ebenso sein, wie
  • … schlimme Schicksalsschläge oder
  • … die Entscheidung für den falschen Berufsweg.
  • … hat ein Low Potential seinen Werdegang nicht geradlinig verfolgt.
  • … forderte das Leben diesen Menschen mit harten Lernaufgaben.
  • … machte er oder sie bestimmte Fehler, die den Entwicklungsweg mental förderten, aber nicht sozial.
  • … steht aufgrund familiärer oder anderer Verpflichtungen keinerlei Geld für die eigene persönliche oder berufliche Entwicklung zur Verfügung.
  • … wirkt jemand aufgrund seines ausländischen Akzents, aufgrund von regionalen Dialekten, durch kindliches Aufwachsen in „Ghettos“ oder aber auch nur durch eine nicht als taff geltende Kleiderwahl inkompetent. An dieser Stelle würden wir gern die Videos von Vera Birkenbihl empfehlen. Hätte sie nicht die akademische Akzeptanz und mittlerweile weitreichenden Bekanntheitsgrad, würde man sie aufgrund ihrer Erscheinung zunächst auch anders einstufen. Leider ist sie bereits verstorben.

Es spielt keine Rolle. Zumindest niemals für Außenstehende. Aber selbstverständlich für die Betroffenen und ihre Geschichten schon. Nicht für die Einordnung als Mensch. Wir sind alle Menschen, Kinder des Wunders das sich Leben nennt. Daher plädieren wir mit den Low Potentials für eine chancengleiche Welt.

Nicht Optik, Sprache, Titel und Herkunft sollten eine Rolle spielen, ob jemand seine Herzensaufgaben leben kann, sondern seine Fähigkeiten, sein Herzenswille und damit Seelenaufgabe.

Ist es nicht wesentlich bedeutsamer, was ein Mensch für unsere Welt bewirkt und hinterlässt?

Das ist doch sprachlich gar nicht korrekt

Stimmt. Die Gründerin erlaubte sich hier eine augenzwinkernde Selbstironie.

Interessanterweise verstehen es Mitbetroffene schnell. Die englisch korrekte Wortbedeutung wäre mit „hidden, unseen oder unexplored Potential“ doch treffender, empfahl uns ein Geschäftsfreund. Da hat er absolut Recht. Doch diese Worte verstehen erstens weniger Menschen. Zweitens liegt der Unterschied in der Erwartungsbetrachtung. Denn High Potentials werden ja nun mal leider von Außen als solche bewertet und eingestuft. Hier gilt das altvertraute Schema F nach dem „Kleider machen Leute“-Prinzip.

Wenn es eines Tages so weit ist, dass Low Potentials stolz auf sich sind und sich niemand mehr traut, den Begriff der High Potentials einseitig zu missbrauchen, wäre ein wichtiges Ziel erreicht. Das andere geht noch ein wenig weiter. Es handelt vom Traum der Gleichberechtigung auf Herzensebene, von mehr Toleranz für menschliche Schattenseiten jeglicher Art. Für Fehler auf dem Lebensweg, egal ob beruflich oder privat (und mal ganz ehrlich, wieso weshalb warum, halten wir berufliche Entwicklungswege überhaupt für fehlerhaft?).

Aber auch für alltägliche Verhaltensweisen. Selbst unter manchen Therapeuten und Pädagogen werden Gefühlsausbrüche beispielsweise noch immer als ungelöste Persönlichkeitsbaustellen abgewunken, anstelle als frühzeitig erlernte Stressverarbeitung.

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