Über die GrĂŒnderin

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Profilfoto von Tanja SchillmaierMein Warum in KĂŒrze

Dieses Projekt Spendersuche ist fĂŒr mich das was manche Menschen als Herzensprojekt und Seelenauftrag verstehen.

Nicht nur dass ich selbst aus dem 4. Stock in Berlin Wedding komme, habe ich viele Jahre mit immer wieder harten Lektionen, HĂŒrdenlĂ€ufen und unseren gesellschaftlichen Ausbrems- und Hinderungsmechanismen durchlaufen. Gut gemachte Jobs verlor ich aufgrund nicht ausreichender Titel (die sehr wohl ausreichend waren, jedoch durch öffentlich gĂŒltige Raster fielen). Viele Schwierigkeiten hatte ich allein schon aufgrund meiner berlinerisch und herkunftstrĂ€chtig zuweilen flapsigen Art und Weise zu sprechen. Es geschah immer wieder, dass meine Wirkung und irgendwelches Verhalten mit schlechten Absichten und mangelnder Intelligenz gleichgesetzt wurde.

Kleider ohne Leute

Was mich von all dem abgesehen aber am meisten berĂŒhrte, waren die LebensverlĂ€ufe einiger mir anvertrauter SchĂŒtzlinge in der Sozialen Arbeit als pĂ€dagogische Leitung eines „niederschwelligen“ Jugendprojekts sowie als Seminarleiterin fĂŒr Arbeitslose.

Ich begleitete Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft durch alle ĂŒblichen und meist elitĂ€ren Akzeptanzraster fielen. Unglaublich vielseitige und tiefgĂ€ngige Charaktere, deren Wesen sowohl den Betrieben als auch dem Miteinander guttĂ€ten. Menschen von nebenan, deren Leidensgeschichten aus SchicksalsschlĂ€gen und mangelnden Chancen sie an die Wand stellte, jedoch nichts ĂŒber ihre emotionalen und geistigen FĂ€higkeiten aussagen.

Sehr vieles davon war mir aus meinem eigenen Leben sehr vertraut und zeigte einmal mehr, wie einfach die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer ungĂŒltigen Seiten und Fehler in Schubladen gesteckt wurden, aus denen sie nicht mehr hinaus kamen. Insbesondere die Arbeit mit meiner Jugendlichengruppe zeigte mir so vielfĂ€ltig tolle Menschen mit unglaublich starken CharakterzĂŒgen, nach denen ich mir als Unternehmerin „die Finger ablecken“ wĂŒrde. In unseren Projekten brachten sie geniale Ideen, unglaublich viel Empathie und bildeten ein tragendes Fundament fĂŒr ihre MitschĂŒler. Wenn ich ihnen zuhörte, zerbrach es mir das Herz dabei, zu sehen wie vielseitig tolle Charaktere sie waren und welch schlechtes Selbstbild sie aufgrund ihres bisherigen Lebens seitens ihrer eigenen Familien oder aber von offiziellen „Fachstellen“ eingeredet bekommen und damit selbst verinnerlicht hatten.

Mein eigenes Team soll auf solche zauberhaften Menschen setzen, an die niemand glauben wollte. SchĂŒtzlinge aus meiner frĂŒheren sozialen Arbeit und solche die im Laufe unserer Bekanntwerden zu uns finden. Im Rahmen unserer Seele auf Kurs-Zentren möchte ich viele weitere solcher ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Low Potentials* schaffen.

Mein Warum mit WĂŒrze

Weil ich mein ganzes Leben lang viele und heftige Lernaufgaben bekam und immer wieder sehr verletzend kritisiert wurde. Weil ich das GefĂŒhl kenne, sich einsam und ausgegrenzt zu fĂŒhlen. Von niemandem verstanden zu werden. Weil ich schon sehr frĂŒh gelernt habe, dass die Menschen sich immer wieder in Gruppen gegen andere verbĂŒnden. Schon in meiner allerersten Ausbildung in der Gastronomie am Bahnhof Zoo in Berlin. Alle Abteilungen hassten sich untereinander.

Kennst Du das? Die Bösen sind immer die Anderen.
Einem abstrakten Gruppenbegriff tut das nicht weh. Aber einem einzelnen Menschen schon.

Wozu fĂŒhrte das? Dass ich unzĂ€hlige Aus- und Weiterbildungen absolvierte. WĂ€hrend andere teilweise 3x pro Jahr Urlaubsfotos posteten, war ich in 16 Jahren 3x. Alles was ich je ĂŒber hatte, investierte ich in Weiterbildungen und eigene Coachings.
Trotzdem hatte ich immer wieder das Problem, ĂŒberall am Rande zu stehen und nicht als der Mensch gesehen zu werden, der ich bin.

Selbst als ich im Rahmen meines damaligen Unternehmens Servicesun von 2007-2010 Sponsoren suchte und Vorsitzende zweier GewerbeverbĂ€nde wurde, erkannte man nicht meine FĂ€higkeiten, sondern kritisierte meinen Mangel. Ich wurde immer und immer wieder abgewiesen, verleumdet, kritisiert. Von Menschen, denen ich geholfen hatte ebenso wie von jenen, die meine Absichten falsch einordneten. Oder aber solchen, denen ich nicht einmal die MĂŒhe wert war, sich mit mir zu befassen.

Nachdem ich die Qualifikation zum Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft schaffte, erklĂ€rte mir ein Juror am Telefon, dass alle Mitglieder von meiner Idee und dem Businessplan ĂŒberzeugt seien. Aber als Mutter (damals erst eines von spĂ€ter drei Kindern), traue man mir ein Unternehmen meiner geplanten Tragweite nicht zu. Kein Einziger von ihnen hatte mich je gesehen. Ein örtlicher Bankenvorstand erklĂ€rte mir bei einem anderen Businessplanwettbewerb als BegrĂŒndung, warum man mich trotz anfangs guter Karten nicht hatte gewinnen lassen, dass man im Internet kein Geld verdienen könne. Ein rĂŒckstĂ€ndiger Finanzverwalter am Hebel des Geldes.

Wachstumszwiebel

Gleichzeitig war jede Erfahrung wie ein Abtragen meiner Zwiebelschichten hin zu meinem ureigensten Kern. WÀhrend jede Weiterbildung, insbesondere jenen der mentalen, systemischen und coachenden Psychologie meinen Horizont bereicherte, erkannte ich immer mehr mich selbst und damit das Ganze. Mit jeder schÀlenden Schicht kamen mehr Menschen und Situationen, die mich bereicherten und schÀtzten. Plötzlich bekam ich wundervolles Lob und erkannte, dass es durchaus eine ganze Menge Menschen gab, denen meine gesprochenen und geschriebenen Worte etwas brachten.

WĂ€hrend dieser Erkenntnisjahre erfuhr ich außerdem den unglaublich schmerzvollen jedoch gleichzeitig zauberhaft magischen Wert der bedingungslosen Liebe. Begleitend dazu viele schmerzvolle HĂŒrden und immer wieder Menschen, die mich ungefragt in Schubladen packten. Es war ein harter Weg mit vielen TrĂ€nen der RĂŒckweisung, bis ich lernte, dass fremde Geschichten und Urteile ĂŒber mich, mehr mit anderen Menschen als mit der Wahrheit und mir gemeinsam haben.

Ich erkannte außerdem, dass meine vielen Misserfolge erstens gar nicht so viele, zweitens wichtige Lernstationen waren und drittens mancher Umweg deshalb geschah, weil mein Verstand die offenen TĂŒren missachtete, um den geschlossenen nachzueifern.

Topf und Deckel existieren

DarĂŒber hinaus erfahre ich als mehrfach rĂ€umliche und beruflich neugestartete Unternehmerin, als frĂŒhere Netzwerkvorsitzende (vor meinen Elternpausen) und seit nun mehr ĂŒber 12 Jahren als Coach und Mentorin von anderen SelbstĂ€ndigen, wie schwer es in unserer Kultur ist, sich ein adĂ€quates und ordentlich Steuern zahlendes Unternehmen im Lebenshilfesektor aufzubauen. UnzĂ€hlige gut qualifizierte Anbieter werden von unserem Gesundheitssystem ausgeblendet, wĂ€hrend zahlreiche hilfebedĂŒrftige verzweifelte Menschen monate- und jahrelang auf ihre TherapieplĂ€tze warten mĂŒssen, in denen sie danach viele Jahre ohne erkennbaren Nutzen verbringen (nicht allgemeingĂŒltig, jedoch hĂ€ufig). Manchmal scheint es fast, als ob sich dieses System lediglich zur eigenen Daseinsberechtigung zu erhalten versucht.

Deshalb ist meine Mission,

Menschen aus der Trennung und Einsamkeit zu holen, VerstĂ€ndnis fĂŒr sich selbst und Konfliktgegenpole zu schaffen und nachhaltige ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Low Potentials zu schaffen.

Erst wenn wir alle lernen, dass JEDER Mensch egal welche Fehler er macht, in Ordnung ist wie er ist, kann unsere Welt friedvoller zusammenrĂŒcken. Jede/r ist ein PuzzlestĂŒck des Ganzen mit einem eigens vorgesehenen Platz.

Damit wir in Freiheit, Frieden und Liebe leben (lernen) können, kreiere ich mit Seele auf Kurs stĂ€rkende ZusammenkĂŒnfte, bei denen Menschen sich gegenseitig befruchten und in ihre eigene Kraft wachsen können, ohne an den HĂŒrden ihrer Herkunft, vergangenen Fehlern, aktuellen Lage oder fremden Zuschreibungen zu scheitern.